Scala #52 – Moonmind

Wir haben Susann Grossmann in den letzten Jahren bei mehreren Gelegenheiten erleben dürfen und zuletzt beim Parksommer in Chemnitz vereinbart, dass sie auch mal in der Scala spielen möge. Im letzten Herbst wurde dann ihr Projekt Moonmind öffentlich, eine EP und ein Video dazu entstanden. Und nun fand das Konzert zum EP-Release in Adorf statt und markierte zugleich den Start der Releasetour. Mit 30 Gästen war die Scala richtig gut gefüllt und gab den perfekten Rahmen.

Susann hatte Hendrik Sieber mitgebracht, der sie am Bass und an Keyboards und Sounds begleitete. Sie starteten ihr Konzert mit Songs von Susanns Solo-Alben der vergangenen Jahre und brachten dann ihre neuen Songs vom gemeinsamen Projekt Moonmind. Susann spielte so auch einige Lieder am frisch gestimmten Klavier, Hendrik sorgte am Bass und an den Tasten für eine dezente Begleitung und trug damit wesentlich zur Farbigkeit der Musik bei. Ein paar Tastentupfer hier, ein paar Basslinien da und manchmal auch mit der Stimme als Harmonie – all das machte die Musik von Susann noch spannender, als sie mit ihren Melodien und Texten ohnehin schon ist und fesselte das Publikum. So wurden beide nach dem Konzert auch für Zugaben auf die Bühne zurückgerufen und spielten das letzte Lied ganz ohne Strom und Verstärkung, was noch einmal eine ganz andere Facette zur Wirkung brachte: Susann und Moonmind haben in ihrer puren akustischen Präsenz ein Fundament, auf dem sie ihr musikalisches Haus bauen, welches schon für sich allein Menschen begeistert.

Der Abend war für mich textlich intensiv, musikalisch sehr abwechslungsreich und spannend und in der Atmosphäre der Scala wieder einmal ein Hochgenuss.